Review: Sigma Karma EVO PRO X Helmlampe

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Man kann versuchen es zu leugnen, aber die welk werdenden Blätter und die kalte Witterung lügen nicht; Es beginnt wieder die dunkle Jahreszeit. Häufig kommt man nun nicht drum herum, in die Dämmerung hinein oder auch aus ihr hinaus zu fahren. Besonders abseits (beleuchteter) Straßen, wo man als Mountainbiker ja die meiste Zeit unterwegs ist, wird eine gute Beleuchtung zur Pflicht.

Vor etwa einem Jahr habe ich mir aus diesen Gründen die Sigma Karma EVO PRO X als Helmlampe zugelegt, es wird also Zeit für ein Review.

Lieferumfang, Haptik & Verarbeitung

sets

Die Helmversion enthält folgende Teile:

  • Die Lampe selbst –  Sigma Powerled Evo
  • Helmhalterung
  • Den Akku (ich habe die XL-Version)
  • Halterung für Akku
  • Ladegerät

(Die im Bild oben zu sehende Klick-Halterung für den Lenker ist nicht dabei)

Sauber Verarbeitet

Alles wirkt sehr wertig, die Lampe selbst wirkt mit ihrem Aluminiumkörper sehr hochwertig verarbeitet und ist schön kompakt. Die Helmhalterung wirkt stabil und ist gleichzeitig nicht klobig oder schwer.

Zum Ladegerät lässt sich nicht viel sagen, es handelt sich um ein Steckernetzteil an dessen Kabel man den Akku anschließt um ihn zu laden. Einzig die nicht vorhandene Indikatorleuchte könnte man bemängeln, um eine Rückmeldung über Ladestatus zu erhalten.

Der Akku in der XL-Version ist schon ein ordentlicher Trümmer, aber dazu später mehr. In Sachen Haptik läßt sich zumindest nichts bemängeln.

 

Im Einsatz

Die Befestigung am Helm ist dank der Klettverbinder schnell erledigt, und funktioniert sowohl an meinem alten Decathlon Helm als auch an meinem Bell Stoker problemlos. Die Neigung der Lampe kann verstellt, und mittels einer Schraube fixiert werden.

Schwerer aber ausdauernder Akku

Der Akku in der XL-Version ist nicht grade klein, und daher auch nicht unbedingt der Leichteste. Bei einer Befestigung am Helm ist eigentlich nur die Position oben auf dem Helm möglich, da bei allen anderen Varianten (z.B. hinten) einfach zuviel einseitiges Gewicht am Helm zerrt. Man kann sich jedoch dabei trösten dass den lustigen Anblick den man dann abgibt bei Dunkelheit ja niemand sieht.

Durch den großen Akku hat man allerdings auch ordentlich Reserve, so dass auch auf der höchsten Stufe die Energie nicht knapp werden sollte. Der Hersteller gibt hier wohl eine Brenndauer von 3 Stunden an – das kann ich bestätigen, wenn nicht sogar noch mehr drin ist.

Wer hat denn plötzlich das Licht angemacht?

Die Leuchtstärke der Lampe wird mit 900 Lumen angegeben, bei den teilweise sehr optimistischen Angaben der China-LED-Fraktion bei eBay sind solche Angaben aber häufig schwer zu vergleichen, daher versuche mich mal mit einer rein subjektiven Bewertung der Leuchtstärke;

Die Lampe hat ordentlich Power und macht im Wald einfach mal das Licht an. Die Ausleuchtung ist recht fokussiert, was ideal zur Helm-Montage passt. Nur mit der Lampe ausgerüstet, ist alles bis zu leichten Trails kein Problem, wenn es allerdings technischer wird, kommt die Lampe an ihre Grenzen und langsames Tempo ist angesagt.

Ob man bei Dunkelheit jeden kleinen, verblockten Singletrail mitnehmen muss, wage ich schon allein aus Rücksichtnahme auf die Natur zu bezweifeln.

 

EVO PRO X vs China Ballermann

Obwohl das Set inzwischen für rund 100 € zu haben ist, spielen andere Anbieter preislich nochmal in einer ganz anderen Liga. Problemlos bekommt man bei eBay für die Hälfte dieser Summe ein Vielfaches an Leuchtkraft, per Direktlieferung aus China oder via Zwischenhändler für nur ein paar Euro mehr.

Preis vs Zuverlässigkeit

Ich habe mir vor ein paar Monaten eine dieser Lampen zusätzlich bestellt, 3000 Lumen für ~30€ inkl. Akku und Lenkerhalterung. Zum Einen ist die Verarbeitung und Leistung für den Preis allemal top, wenn auch der angegebene Lumen-Wert sicherlich nicht mal ansatzweise erreicht wird. Als alleinige Lichtquelle möchte ich die Lampe allerdings nicht dabei haben, Vertrauen will nämlich nicht wirklich aufkommen. Bei einer Tour war nach kurzer Zeit (< 1 Stunde) unvermittelt der Akku leer, trotz ausführlichem Aufladen vorher. Auch schön ist die Eigenart der Lampe, wenn der Akku leer wird, dies per blinkender LED anzuzeigen, nur um dann Sekunden später einfach auszuschalten.

 

Fazit

Die Lampe ist für meine Anwendungszwecke ideal. In der dunklen Jahreszeit kann ich trotzdem mit dem Rad raus in den Wald, und habe dabei genug Leuchtkraft um dabei kein unnötiges Risiko einzugehen und habe gleichzeitig ein Produkt auf dass ich mich verlassen kann. Preis/Leistung passt, klare Kaufempfehlung.

(Als Ergänzung darf es aber am Lenker die China-EBay-Lampe sein, welche hilfe die letzen Winkel des Trails zu erleuchten.)

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4 Bemerkungen

  1. Thorsten Jeck sagt

    Ich hab ja nur die „kleine“ Lenkerlampe von SIgma, die LIghtster, aber kann deine Erfahrungen in Hinsicht auf Qualität, Verarbeitung und Zuverlässigkeit bestätigen. Im Vergleich zum Chinakracher, hat diese Lampe mich noch nicht im dunkeln stehen lassen und warnte jedesmal frühzeitig vor leerem Akku.

  2. Harry sagt

    Na ja – scheint ja ganz gut zu leuchten.

    Schon mal ein ein Produkt aus dem Haus Lupine aus Deutschland gedacht? Die aktuellen Modelle (Piko, Wilma, Betty) lassen sich sogar per BT App mit dem Mobile Phone bedienen und sind bei der Leuchtkraft „Gesamtsieger“ in allen Bereichen.

    1. Michael sagt

      Hallo Harry,

      nein ich bin ja aktuell versorgt. Dass die Lupine-Lampen nicht unbedingt schlecht sind ist ja allgemein bekannt.
      Der Artikel ist auch kein objektiver Test, sondern gibt lediglich meine Erfahrungen mit der Lampe wieder.

      Viele Grüße
      Micha

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