Haldentour #3

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Die Haldentouren gehören fest zu meinem Radfahrjahr 2016, auch wenn mein persönlicher Start nicht so wirklich geglückt war.

Am letzten Samstag (21.Mai) stand die dritte Ausgabe „Die 5-Halden-Tour“ an, die als Highlight die Tetraeder-Halde in Bottrop, die „Mond-Halde“ Haniel und die Streckenlänge an sich bot.

Eine Strecke von 75 km bin ich bisher nicht mit dem MTB gefahren, und hatte auch nie das Verlangen gehabt nach langen Touren noch ein paar KM dran zu hängen.

Traumwetter

Bereit zur Abfahrt
Bereit zur Abfahrt

Das Wetter war traumhaft, und so ging es motiviert und voller Vorfreude auf in den Pott. Nun ja, also fast, denn ich muss zugeben, dass ich mich selbst für verrückt erklärte, ausgerechnet ins Ruhrgebiet zu fahren an einem Tag an dem der blaue Himmel über dem Frühlings-Wald geradezu darum bettelte sich in ihm auszutoben.

Vor Ort angekommen waren alle Zweifel beseitigt. Nette Leute die man endlich mal wieder, oder auch zum ersten Mal, sah, eine freundliche Begrüßung und erste Sticheleien machten Lust auf den Tag und gemeinsame Kilometer.

 

Los geht’s

Zunächst ging es am Kanal lang gen Westen, wo die Tagesziele von heute liegen sollten. Das Tempo war ordentlich, zumindest für meine Beine, die an andere Topographie gewöhnt sind.
Irgendwann ging es unvermittelt bergan. Ohne dass es mir aufgefallen wäre, hatten wir die erste Halde des Tages, die Schurenbachhalde, erreicht. Nach kurzen Aufstieg gab es den ersten Ausblick des Tages und Gelegenheit für eine kurze Pause.

Tetraeder Bottrop

 

Etappenziel 2 war die Halde Beckstraße auf der sich der bekannte Tetraeder befindet. Das Ding wollte ich mir immer schon einmal angesehen haben, und es lohnte sich auch.

Das Bauwerk an sich ist schon beeindruckend, aber der Blick von oben erst Recht. Das Ruhrgebiet in all seinen Facetten mit Kokereien inkl. Gasfackel, Halden, Schloten aber auch ausgiebigem Grün lieferten eine tolle Kulisse. Auch gut zu sehen die Zeche Prosper-Haniel, das letzte aktive Steinkohlebergwerk des Ruhrgebiets. Der Aufstieg ist allerdings nichts für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst, und auch die schief stehende Plattform am Schluss sicherlich nicht jedermanns Sache.

Halde Haniel

Nach kurzem Stop ging es weiter zum Dach der Tour Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes, der Halde Haniel. Das Ding ist ja quasi der Archetyp der Ruhrgebietshalde, zumindest wird bei vielen Leuten Haniel im Kopf auftauchen, wenn man an Halden im Pott denkt.

DSC_0669

Oben auf der Halde bietet sich wiederum ein traumhafter Ausblick, und eine ganz besondere Atmosphäre dank der dort installierten Steelen. Um diese Eindrücke sammeln zu können ist allerdings ein wenig Aufwand notwendig, auf dem Weg nach oben ist „Kette links“ angesagt.

Wir haben uns hier oben ausgiebig Zeit gelassen für Verpflegung, Small-Talk und auch das ein oder andere Foto.

Bei der Abfahrt waren zum Leidwesen der abfahrtsorientierten Mitstreiter leider einige schöne Wege bewusst zugelegt worden, so dass wir zum Großteil die „normalen“ Wege wieder hinab wählten. Trotzdem hätte auch das fast gereicht, um dem Boden näher als geplant zu kommen. Als ich eine der Kurven abkürzen wollte, tauchte mein Vorderrad in eine Rinne im Boden, so dass mein Hinterrad bereits abhob. Irgendwie bin ich dann doch glimpflich aus der Nummer raus gekommen, mit dämlichen Stürzen reicht es mir auch erstmal.

Zurück auf Los

Im Anschluss ging es dann deutlich grüner und bewaldeter als ich es erwartet hätte wieder in Richtung Kanal, und an diesem zurück in Richtung Startpunkt am Stadthafen. Po und Beine hatten die Distanz bewältigt, und Kopf und Augen einiges neues gesehen und zu verarbeiten.

Toll wie gemeinsames Hobby und die Segnungen der modernden Kommunikation Fremde verbinden und schöne Stunden schaffen können.

Danke und Gruß an alle, toll war’s!

Den Bericht von RuhrMTB gibt’s hier!

 

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